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Fantastische Eröffnungsfeier

Das war einmalig

Es wird berichtet

Die arena geisingen ist am Wochenende vom 16.04. bis 18.04.2010 offiziell eröffnet worden. Die Eröffnungsfeierlichkeiten fanden am Freitag abend statt, was sich einige Schweizer nicht entgehen liessen. Show-mässig wurde der Inline-Sport rund 2000 Besuchern vorgestellt. Eine fantastische Kulisse in einer atemberaubenden Arena. Wir waren bereits bei vielen Wettkampfstätten, aber dies lässt sich so rasch nicht topen. Am gleichen Wochenende wurde auf der neunen Bahn ein Weltcuprennen ausgetragen. Die gesamte Weltelite des Inlinesport hat sich für die Wettbewerbe in Geisingen angemeldet. Ein Rennen war der Lauf schlechthin, als Bart Swings im Eliminationsrennen gestürzt war und trotzdem als Sieger einen neuen Weltrekord aufstellen konnte. Weil der Nachwuchs-Cup ins Programm aufgenommen wurde, konnten viele Nachwuchsläufer in Geisingen begrüsst werden.

Geisingen würde in der Schweiz aufgrund seiner Anzahl Einwohner als Dorf bezeichnet (die Bezeichnung Stadt gibt es ab 10'000 Personen). Geisingen würde aufgrund dieser herrlichen Bahn aber auch in der Schweiz fortan das Mekka der Inline-Skater bedeuten. Wie sich diese Anlage präsentiert, ist schon aufgrund der Architektur als Wunderwerk zu bezeichnen. Fotos in der Nach geknipst können problemlos als Postkarte Verwendung finden. Die Farbgebung der Bahnanlage ist bereits als Augenweide zu bezeichnen. Die Tribüne bietet 3000 Sitzplätze. Das Bistro und der Shop laden zum Verweilen ein. Die Umkleidekabinden und WC-Anlagen beeindrucken wegen den hohen Türen. Ein riesiger Bildschirm und die unzähligen Kameras vermitteln das Renngeschehen und verschaffen Gänsehaut. Und selbstverständlich werden die gelaufenen Zeiten im nächsten Augenblick auf der Anzeigetafel dargestellt. Diese Anlage ist mit nichts zu übertreffen. Das Skaterherz schlägt höher und ein jeder ist mit Stolz erfüllt, bei der Eröffnung dabei gewesen zu sein. Die Rennen waren die beste Werbung für diese rollende Sportart. Bei den Elite Herren waren alle am Start, die Rang und Namen haben. Vor allem das Ausscheidungsrennen vermochte zu gefallen. Bart Swings stürzte nach einigen Runden. Sein Team holte den Pechvogel zurück ins Renngeschehen. Und was kaum zu glauben ist: der Belgier hat mit neuer Weltrekordszeit das Rennen schlussendlich gewonnen. Spannend war auch das Staffelrennen bei den Elite Herren. Und wer genau hingeschaut hat, der konnte unschwer die Schweizer Junioren-Staffel unter all den rollenden Stars ausmachen. Die Jungs waren aber nicht etwa auf dem letzten Platz in der Rangliste zu finden. Obwohl die Übergaben noch keinesfalls optimal ausgefallen sind, lief das Schweizer Trio mit Livio Wenger, Fabian Gyr und Yannick Friedli auf den sehr guten 6. Rang und hat auf die Welt-Spitze nur eine knappe halbe Runde verloren. Dies stimmt Ruedi Wenger als Junioren-National-Coach zuversichtlich für die kommende Junioren-EM. "Da liegt was drin", konnte er sich mit einem stolzen Lächeln nicht verkneifen. Auch sonst sind die Junioren positiv in Erscheinung getreten. Fabian Gyr aus Zuchwil reichte es in einem stark besetzten Feld im 1500m-Lauf bei den Junioren A auf den 3. Rang. Ebenfalls die Bronze holte sich Yannick Friedli aus Derendingen im 5000m-Lauf bei den Junioren A. Livio Wenger aus Schenkon, der dritte Junior, versuchte einen Start bei den Elite Herren. Es blieb nicht nur beim Versuch, sondern er hielt auch sehr gut mit und wurde als bester Schweizer jeweils im Mittelfeld klassiert. Rina von Burg musste sich bei den Juniorinnen A in allen Rennen lediglich von einer Kolumbianerin geschlagen geben. Sie gab damit, wie bereits beim Rennen in Bologna, eine sehr gute Visitenkarte ab. Stolz dürfen die Schweizer im übrigen auch sein, dass der Nachwuchs-Cup ins Eröffnungsprogramm aufgenommen worden ist. Der Teilnehmerrekord spricht dafür, dass diese grösste Kleinserie mit Rennen für die Jüngsten entsprechende Beachtung findet. Marcel Güntert als Präsident vom Schweizerischen Rollsportverband (Dep. Speedinline) hat aber auch vor den zahlreichen Medienvertretern eine klasse Figur gemacht und die Vorteile dieses Nachwuchs-Cups hervorgestrichen. Die Kinder und Jugendliche haben beim Publikum manch tosenden Applaus entlockt. So macht Inline-Skaten Spass, wenn ob den Hopp-Rufen kaum mehr etwas verstanden werden kann. Unter den Schiedsrichtern waren auch Andreas Friedli und Stephan Neck auszumachen gewesen, die viel zum Gelingen der Rennen beigetragen haben. So darf von einem unvergesslichen Rennwochenende gesprochen werden, das weit über die "Dorfgrenze" von Geisingen ein positives Echo ausgelöst hat. Hörte man der Dörfbevölkerung bei deren Gesprächen zu, dann waren verschiedene Wortfetzen zu verstehen: "hast Du gesehen, sogar aus Neuseeland und Australien sind die Sportler angereist". Uns bleiben die Eindrücke noch lange hängen und wir freuen uns schon auf den nächsten Anlass. U.a. auch eine weitere Etappe vom Nachwuchs-Cup (siehe www.nachwuchs-cup.ch).

(Bericht und Fotos von Stefan Gyr aus Zuchwil)

Föteli vom Anlass

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