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Athleten stellen sich breitem Publikum vor
Es wird berichtet
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Vor den Steilwandkurven geskatet
Wer erinnert sich nicht an Willy Kym? Unvergessen seine Stimme an vielen Sportübertragungen im Schweizer Fernsehen. Dass gerade eine derartige Reporterlegende das Show-Rennen der Speedskater kommentierte, darf als Wertschätzung bezeichnet werden. Willy Kym räumte sein Büro bereits mit 60 Jahren, kommentierte aber noch bis 62 die Tour de France. Später übernahm er Coaching-Aufgaben. Seinen fliessenden Ausstieg aus dem Job empfand Willy stets als sehr angenehm. So hatte er immer eine Aufgabe, die er als Speaker in der Radrennszene weiterführt. Fachkundig hat er sich auf den Auftritt der Speedskater vorbereitet. Er wusste Internas zu erzählen und unterstrich damit sein sportliches Fachwissen. Sehr zur Freude der Zuschauer, die ihm kräftig applaudierten, als er von einem baulichen Vorhaben berichtete. Angedacht sei eine richtige Inline-Bahn. Und dies mitten in Zürich. Evt. gar keine so schlechte Idee, eine Bahn mit erhöhten Kurven zu bauen. Denn welche Junioren aus dem Radsport getrauen sich gleich in die Steilwand von der offenen Radrennbahn in Zürich Oerlikon? Steht man vor diesen Wänden, so ist kaum zu glauben, dass sich hier die Zweiradfahrer hineingetrauen. Mit horrenden Tempi fuhren die Profis Runde um Runde und ernteten von den Sportlern auf acht Rollen entsprechende Hochachtung. Nicht ganz so schnell ging es bei den Showrennen der Skater zu und her. Denn schliesslich wollte man Rennen simulieren und nicht mit aller letztem Risiko vorstellen. Und dennoch konnten die Rollenkünstler den zahlreich erschienenen Zuschauern entsprechende Beachtung entlocken. Die Stimmung unter den Sportlern war ebenso fröhlich wie auch auf den Zuschauerrängen. Wurst vom Grill und Bier aus dem Kühlschrank, gepaart mit Wortfetzen über frührere Zeiten an der Zürimetzgete oder dem Sechstagerennen brachten eine angenehme Athmosphäre neben dem Renngeschehen. Wir können einen Besuch an einem Dienstag abend Rennen nur empfehlen. Hier wird man vom Alltag losgerissen und geht zufrieden nach Hause. So ist es auch den SRV-Teilnehmern ergangen. Es schien, dass das Schweizer Kreuz auf der geschwellten Brust noch kräftiger zum Ausdruck kam. Die Idee von Beat Jaisli und Marcel Güntert, sich an dieser legendären Sportstätte präsentieren zu dürfen, gebührt ein herzliches Dankeschön. Der Inline Sport hat durchaus seine Zukunft, wenn sich alle am Schönen dieser Fortbewegungsart erfreuen. Das Zuschauen alleine kann bereits begeistern. Uns ist es nicht anders ergangen, als die Radrennfahrer um Punkte kämpften und gar von Robert Dill Bundi zum Sieg beglückwünscht wurden.
(Bericht und Fotos von Stefan Gyr aus Zuchwil)
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Wer ist Robert Dill-Bundi
International machte Dill-Bundi erstmals 1975 auf sich aufmerksam, als er Juniorenweltmeister in der Einerverfolgung wurde. Diesen Erfolg wiederholte er im darauf folgenden Jahr. In der Mannschaftsverfolgung gewann er bei den Weltmeisterschaften 1977 und 1978 je eine Bronzemedaille. Seinen grössten Erfolg feierte er bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau mit dem Sieg in der Einerverfolgung. Für Aufsehen sorgte er insbesondere mit dem weltweit ersten massgeschneiderten Rennanzug in einem Stück und mit einem aerodynamisch geformten Fahrradhelm, den er sich von einem tschechischen Fahrer ausgeliehen hatte. Aufgrund dieser Leistung wurde er zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt. Nach dem Olympiasieg wechselte Dill-Bundi zu den Profis. Er bestritt weiterhin hauptsächlich Bahnrennen, konnte aber auch als Strassenfahrer einzelne Erfolge feiern. So gewann er eine Etappe des Giro d’Italia 1982 und den Prolog der Tour de Romandie 1983. Bei der Weltmeisterschaft 1983 wurde er Zweiter in der Einerverfolgung, ein Jahr später Weltmeister in der Disziplin Keirin. Wegen ausbleibender Erfolge trat er 1988 vom Spitzensport zurück und arbeitete als Repräsentant für verschiedene Sponsoren. Seit 2002 ist er für die Öffentlichkeitsarbeit der Radrennhalle am Hauptsitz des Weltradsportverbandes UCI in Aigle zuständig.
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